Am 11. und 12. Februar 2026 war unsere Schule Gastgeber des Regionalwettbewerbs Jugend forscht Bremerhaven. Junge Forscherinnen und Forscher präsentierten ihre innovativen Projekte aus verschiedenen Fachbereichen.
Besonders stolz sind wir auf die herausragenden Erfolge unserer Schülerinnen und Schüler:
Quentin Offinger und Leon Lukat erreichten den 1. Platz im Bereich Arbeitswelt mit ihrer Arbeit „Wasserbewertung nach Gesundheitsprofil“. Sie entwickelten ein Bewertungssystem für Mineralwasser, das auf individuellen Gesundheitsprofilen basiert. Dafür definierten sie verschiedene Gesundheitsprofile wie Bluthochdruck, Sport oder Nierenprobleme und entwickelten ein Bewertungssystem mit Einzelscores und Grenzwerten. Die praktische Umsetzung erfolgte als Website mit verständlicher Ergebnisdarstellung und Ranking der Wassermarken.
Johanna Brandes und Isabel Baier gewannen den 1. Platz im Bereich Biologie für ihre Forschung zu „Mikroorganismen im Permafrost“. In ihrer Leitfrage untersuchten sie, ob Kälte oder Hitze Einfluss auf die Wachstums- und Vermehrungsfähigkeit von Lebewesen haben. Dabei konzentrierten sie sich auf Mikroorganismen in Permafrostböden, die durch das Schmelzen auftauen und wieder aktiviert werden können. Ihre Untersuchungen zeigten, dass alle getesteten Mikroorganismen den gefrorenen Zustand problemlos überleben und teilweise sogar Hitzeeinwirkung standhalten können.
Nam Anh Nguyen belegte den 3. Platz im Bereich Mathematik mit der Analyse „Wahlsystem und Verbesserung des deutschen Wahlsystems“. Er untersuchte das deutsche Wahlsystem aus mathematischer Sicht und verglich es anhand von Fairnesskriterien wie dem Monotonie-Kriterium. Darüber hinaus entwickelte er ein alternatives System namens „Weighted Ranked Voting“, bei dem Wähler eine feste Anzahl von Punkten unter den Kandidaten verteilen. Seine Analyse basiert auf einer Umfrage an unserer Schule.
Lynn Marleen Schomaker, Anna Aesche und Levka Block erreichten den 2. Platz im Bereich Geo- und Raumwissenschaften mit ihrer Arbeit „Nutztierhaltung im Einklang mit dem Wolf“. Im Landkreis Cuxhaven und Umgebung nehmen Wolfsangriffe auf Nutztiere zu, was zu Konflikten zwischen Wolfsschutz und Landwirtschaft führt. Bekannte und evaluierte Maßnahmen zum Schutz von Nutztieren sind Elektrozäune, Herdenschutzhunde, Nachtpferche aber auch innovative Ansätze wie das GPS-Tracking und Frühwarnsysteme. Die Ziele dieser Forschungsarbeit sind es, Lösungsansätze zu entwickeln, die Nutztiere schützen, ohne den Wolf zu gefährden. Dafür haben die Jungforscherinnen zunächst die Wolfsangriffe kartiert. Anschließend führten sie Verhaltensanalysen mit Hunden und Pferden, um Maßnahmen zu entwickeln, die den Wolf auf Abstand halten.
Lia Hörmann, Amiée Pape und Carlotta Kopitzki erreichten den 2. Platz im Bereich Geo- und Raumwissenschaften mit ihrer Arbeit „Veganismus und Vegetarismus im Zusammenhang mit Massentierhaltung und Schlachthöfen“. In dieser Arbeit untersuchen die Jungforscherinnen die Verbreitung von Veganismus und Vegetarismus in unserer Gesellschaft im Zusammenhang mit Massentierhaltung und Schlachthöfen. Ziel ist es, die räumliche Verteilung von Betrieben der Massentierhaltung und Schlachtstätten sowie deren potenzielle Auswirkungen auf die Bevölkerung in der näheren Umgebung durch eine kritische Kartierung sichtbar zu machen. Darüber hinaus wollen sie die Ernährungsgewohnheiten von Menschen, die in unmittelbarer Nähe solcher Einrichtungen leben, analysieren und mit den Ernährungsweisen von Personen vergleichen, die weiter entfernt wohnen.
Die Projekte wurden von Frau Dr. Wrieden-Buerfeind, Herrn Lange, Herrn Tjandra und Herrn Dr. Krause betreut. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken.
Wir gratulieren allen Teilnehmenden zu ihrem Engagement und ihren beeindruckenden Forschungsarbeiten!





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